Sonntag, 24. Dezember 2017

Welcome in Down Under- Sydney am 20.+21. 12.17



Wieder drei See Tage und 1.219 sm (2.257 km) haben wir hinter uns gelegt, bis nun endlich das ersehnte Sydney vor uns lag. Das ganze Schiff war in Aufregung, denn das Einlaufen begann um 6 Uhr morgens dazu gab es Eisschokolade und Zimtschnecken…hm. Es ist nicht zu glauben, aber fast alle waren tatsächlich um diese Zeit an Deck (Senile Bettflucht??) und die Skyline der Stadt  war ein faszinierender Anblick. Leider konnte unsere hübsche weiße Lady nicht im Stadthafen anlegen, da lag ein fetter Ami. So sind wir durch die berühmte Habour- Bridge durchgefahren zum White Bay. Die Stimmung war erwartungsvoll und großartig. Mit einem Glas Sekt begrüßten wir unser neues Abenteuer.


morgens 6 Uhr von unserem Balkon

Sydney -wir kommen


zünftige Einstimmung




der Dicke hat uns den Platz weg genommen

auf in ein neus Abenteuer

Begrüßung durch die Möwen


Nach dem einklarieren des Schiffes sind wir dieses mal ohne gebuchte Ausflüge auf eigene Faust mit einigen Freund auf Entdeckungstour los. Die Temperaturen stiegen im rasanten Tempo im Laufe des Tages nicht wie Anfangs gedacht auf 33 sondern auf 38 Grad Celsius. Das war total krass. Wir sind mit dem Hopp on-Hopp of Bus durch die Stadt. Bemerkenswert war, dass der Fahrer alle Gäste immer wieder aufforderte sich was zu trinken zu holen. Selbst wir als Saunatrainierte mussten gegen Mittag vom Dach runter in den klimatisierten unteren Teil. 

Der erste Stop führte uns natürlich zum Sydney Tower mit einem tollen Ausblick über die Stadt. Da wir schon mal oben waren, sind wir ein bisschen bummeln in einer der größten Shopping Malls von Sydney. Der Vorteil, alles klimatisiert. Das Angebot ist überwältigend, jedoch war alles durch einkaufwütige Aussi’s absolut überfüllt. Sodass wir recht schnell ohne etwas zu kaufen, die Flucht ergriffen. Weiter ging es mit dem Bus bei brüllender Hitze. Ich hatte die glorreiche Idee auf den Fischmarkt von Sydney zu gehen. Hier kam nun nicht nur das Gewusel, sondern auch der Gestank dazu. Trotzdem war es ein Erlebnis, siehe Foto.
Wir mussten schon bald zurück, denn für die AIDA „ Gold-Gäste“ gab es eine „Sternstunde“.
Die begann mit einem Festessen im Marktrestaurant mit natürlich australischen Weinen. Anschließend wurden wir zu einem Sektempfang von neuen Kapitän geladen. Der wird es erst einmal schwer haben denn der „alte“ Kapitän ist mit seinen 37 Jahren eines jüngsten Kapitäne und außerordentlich sympathisch.
Danach ging es zum Bus und wir fuhren zum Darling Hanbour und in einem angesagten Freiterrasse- Restaurant ging es mit Kanapees weiter. Gottseidank habe ich schon vorher nichts vom Eis gegessen. Zum Anschluss  spazierten wir im lauen Sommerabend zu der herrlich angestrahlten Oper. Für uns ein unvergesslicher Abend.
Am nächsten Morgen kamen wir nach dem anstrengenden gestrigen Tag nur schwer in die „Puschen“. Aber das Wetter meinte es mit uns gnädig und bei nur 27 Grad und bedeckten Himmel war es deutlich angenehmer in der Stadt. Diesmal sind wir mit dem Shuttlebus bis zur Habour Brigde und bummelten durch die Docks. Immer wieder hielten wir an, um ersten Walter‘s Knie und Hüften zu schonen und natürlich die Atmosphäre zu genießen. 
das ist doch mal ein Truck, oder?

Feuerwehr mal feierlich...


Abenteuerlich, weil unbekanntes System, schafften wir es mit einer Art S- Bahn nach Town Hill zu fahren und nun per pedes durch die Stadt zu spazieren. In einem Adventure- Shop konnte ich dann endlich eine Regenjacke erstehen, da meine in Puerto Montt in Chile offensichtlich einen dankbaren neuen Besitzer gefunden hatte.  Nach dem vielen Stadtlaufen war mein Walter dann doch ziemlich k.o. sodass wir mit dem Taxi zurück zum Schiff sind.
Das nächtliche Auslaufen war ein absolutes Highlight.





 
Für uns ist Sydney ein absoluter Favorit neben Singapur, London und Paris. Nur die Zeit war natürlich zu kurz. Wenn doch Australien nicht so furchtbar weit weg wäre. Jedenfalls eine Reise dorthin lohnt sich auf alle Fälle.

Frohe Weihnachten

Zu Beginn möchten wir all unseren Freunden und der Familie von ganzen Herzen ein wunderbares Weihnachtsfest wünschen.
Uns fällt es ein bisschen schwer den bei derzeit 38 Grad kommen irgendwie keine Weihnachtsgefühle auf. Natürlich versucht die Crew hier alles so schön wie möglich zu gestalten, aber wir sind schon traurig, dass wir nicht zu Hause bei unserer Familie sind.

Sonnenuntergang am 23.12.

so wird das Schiff geschmückt








sind sie nicht süß ?


am 24.12. bei 37 Grad Hitze


Dienstag, 19. Dezember 2017

Die Glühwürmchen von Waitomo- Auckland 16.12.17



Nur 153 sm, also 283 km von Waitangi entfernt liegt die größte Stadt Neuseelands. Wir legen morgens um 8 Uhr im Hafen an. Auckland präsentiert sich als moderne Hafenstadt.

Wir wollen ein bisschen von Neuseeland kennenlernen und haben uns für das 200 km entfernte Waitomo mit der berühmten Glühwürmchen- Höhle entschieden.

Landschaftlich erinnert diese Gegend ziemlich an Deutschland mit sanfte Hügeln und großen Weideland. Die Fahrt wurde uns nicht langweilig denn wir hatten wiederum eine ausgereiste Deutsche als Reiseleiterin, die uns sehr lebhaft dieses einzigartige Land und seine Bewohner nahe brachte. Ich versuche mal so ein bisschen darüber mit eigenen Worten zu berichten soweit ich mich an alles erinnere.

Der Neuseeländer pflegt eine Hass- Liebe zu seinem Nachbarn Australien. Sind beide im Ausland so lieben sie sich. Kaum aber sind sie zu Hause, macht sich einer über den anderen lustig. Für den Neuseeländer sind die „Aussi“ Dummköpfe und Trampel.
Einen Neuseeländer erkennt man an seinen Schuhen, denn er kennt nur zwei Arten- die Flip-Flops und Gummistiefel. Die Flip-Flopp kommen wohl aus Japan, aber erst in Neuseeland hat man sie wegen des Bodens in Gummi gegossen und so entstand weltweit der Hype nach Flip- Flops.

Ob es stimmt weiß ich nicht. Sie hat es so berichtet.

Das Land lebt in erster Linie von der Landwirtschaft und erst in neuester Zeit vom Tourismus. Neuseeland ist weltweit eines der größten Milchproduzenten und exportiert insbesondere nach China und deckt fast seinen gesamten Bedarf an Trockenmilch. Die Milchproduktion erbringen Einzelbauern, die sich nur in der Verarbeitung zusammengeschlossen haben. Das  Klima liegt konstant bei ca. 20 °C und es gibt keinen Winter. Deshalb gibt es keine Ställe und die Kühe sind den ganzen Tag draußen. So kommen auf einen Bauer im Durchschnitt an die 600 Kühe. Das zieht aber ein Problem nach sich. In Australien und Neuseeland  ist eh schon ein großes Ozonloch. Durch die Abgase der Kühe wird es noch deutlich erhöht.
Nun sind die Wissenschaftler dabei „ Pups- freies Gras „ zu entwickeln. Na mal sehen, ob sie das hin kriegen. Wir haben jedenfalls geschmunzelt.

Zum Mittag machten wir Pause auf der „Crosshills Farm“, bekannt für seinen englischen Garten und ein wunderbares hausgemachtes Mittagessen. Die Bilder sprechen für sich.










 

Nach einer knapp 3- stündigen Busfahrt quer über die Nordinsel bei der wir die Landschaft und den Charme der verschiedenen Dörfer genießen, erreichen wir die Waitomo Höhlen.
Übrigens auf Englich: Glowworm ( herrliches Wort, oder?) Caves.
An und für sich ist es erst einmal nur eine Kalkstein- Tropfhöhle, wie wir sie auch aus Saalfeld in den Feen Grotten her kennen. Ich war schon ziemlich enttäuscht.
Dann aber erlebten wir ein Wunderwerk der Natur: wunderschöne, von Glühwürmchen beleuchtete Steinformationen, die wir auf unserem Rundgang zu Fuß und per Boot sehen konnten. Es war als schwebte man durch eine sternenklare Augustnacht. Einfach phantastisch. Der kleine Fluss der durch die Höhlen zieht bringt Kleinstgetier mit sich, die an den Speichelfäden der Glühwürmer hängen bleiben und sich diese davon ernähren. Für uns war es ein unvergessliches Erlebnis. 






Zurück gekommen waren die meisten Geschäfte schon zu sodass wir leider keine Shoppingtour machen konnten. Aber das holen wir in Australien nach. Zumal es in Neuseeland doch recht teuer ist. Bei einem Glas Rotwein an Deck genießen wir noch die Skyline von Auckland bevor es auf unserem Schiffchen wieder weiter geht.